Der Nordosten Brasiliens ist eine Reise wert. Drei Bundesländer haben sich zu der „Rota das Emoções“ zusammen geschlossen. Der Reisende entdeckt die Highlights der Region: Jericoacoara, Delta do Rio Parnaiba, Lenςóis Maranhenses - es gibt aber noch mehr ...
Nordostbrasilien erleben
Die Region im Nordosten Brasiliens zwischen den Bundesstaaten Ceará, Piauí und Maranhão (=CEPIMA) hat einiges zu bieten und vermarktet sich seit ca. zwei Jahren mit dem Namen „Rota das Emoções“ , was nur holprig zu übersetzen ist: „emotionale Tour“ oder besser „Route mit allen Sinnen erleben“. Eine Reise lohnt sich.
Sehenswertes zwischen Fortaleza und São Luis
Die Route beginnt in Fortaleza. Die Millionenstadt und Einkaufsmetropole für Hängematten und Stickereien ist mit seinem internationalen Flughafen gut erreichbar. Weltruhm erlangten in den Achtzigern des letzen Jahrhunderts die beiden ehemaligen Fischer-Dörfer Jericoacoara und Canoa Quebrada, östlich und westlich von Fortaleza, der Landeshauptstadt Cearás. Jericoacoara liegt 300 km westlich von Fortaleza. Eine Fläche von 8.850 ha wurde 1984 zum Naturschutzpark Jericoacoara erklärt. Wanderdünen, Steppen, Seen und Meer mit Mangrovenwäldern sind so harmonisch ineinander verbunden, dass die Washington Post den Strand zu einem der zehn schönsten der Welt ernannt hatte. Seither ist aus dem Fischerdorf und Hippietreff ein internationales Reiseziel geworden. Etwa 200 km weiter westwärts gelangt der Gast der „Rota das Emoções“ nach Parnaiba. In der Provinzstadt Parnaiba leben etwa 160.000 Einwohner. Die Stadt hatte bis vor vierzig Jahren eine regelrechte Boomphase mit Naturprodukten. Vor allem Produkte aus der Carnauba-Palme wurden direkt von Parnaiba nach Europa exportiert. Davon merkt der Gast heute nichts mehr. Parnaiba ist im Dornröschenschlaf und wacht so langsam auf. Internationale Bodenspekulanten haben Piauí entdeckt. In dem Bundesstaat Piauí kann das größte offene Flussdelta Amerikas des Flusses Parnaiba mit einem Durchmesser von ca. 100 Kilometern, mehr als 80 Inseln seine Aufwartung machen. Parnaiba ist das östliche Eintrittsportal zum Delta. Tutóia schließt das Delta auf der westlichen Seite ab. Die Kleinstadt mit ca.40.000 Einwohnern gehört, ebenso wie Dreiviertel des Deltas und dem Nationalpark Lençóis Maranhenses zu Maranhão.
Die überwältigende Dünenlandschaft - Lenςóis Maranhenses – ist ein einzigartiges Naturphänomen. 155 Tausend Hektar Sanddünen bis zu einer Höhe von über 40 Metern wechseln sich ab mit Seen, die sich während der Regenzeit zwischen Februar und Mai bilden. Auf der „Rota das Emoções“ liegen die Jahresdurchschnittstemperaturen bei 27 Grad Celsius, somit versprüht CEPIMA das ganze Jahr über seinen unvergesslichen tropischen Charme und Esprits.Die erste landesübergreifende Tourismusvereinigung mit gemeinsamem Werbeauftritt und Profil „Rota das Emoções“ ist eine echte brasilianische Neuheit. Bisher waren die einzelnen Bundesländer in ihrem Werbeauftritt nach außen Einzelaktivitäten. Es erschien zweckmäßig, diese Route als Einheit zu vermarkten, da die Besucher meist entweder von Fortaleza Richtung Sao Luis mit Zwischenstopps oder umgekehrt reisen. Piaui als ärmstes Bundesland Brasiliens wurde dabei oft übersprungen und das drittgrößte Flussdelta der Welt, nach Mekong und Nil ist daher bisher relativ unbekannt.Die Städte und Gemeinden der„Rota das Emoções“ Barreirinhas, Paulino Neves, Tutóia, Araióses, Ilha Grande do Piaui, Parnaíba, Luis Correia, Cajueiro da Praia, Chaval, Barroquinha, Camocim, Jijoca de Jericoacoara sind nur zum Teil auf internationalen Tourismus eingerichtet. Dies verbirgt aber genau den Charme der Ursprünglichkeit und eines echten brasilianischen Reiseabenteuers. Brasilien im Rohzustand.

Ihre Artikel auf
Alles über uns!
Suche
Navigation
Rubriken 





Informationen
Bewertung: Für diesen Artikel wurde noch keine Bewertung abgegeben
Besucher: 212
Artikel bewerten:






Kommentare