Photovoltaik Fördermittel gibt es in Deutschland aus drei Kanälen der staatlichen Förderung: der Einspeisevergütung für Solarstrom, der Förderung des Eigenverbrauchs und zinsgünstigen Krediten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die deutschen Photovoltaik Fördermittel sind international wegweisend, viele EU-Staaten orientieren sich inzwischen an deutschen Programmen, das EEG (Einspeisevergütungsgesetz) ist Vorbild für ähnliche Gesetzesvorlagen in 47 Staaten weltweit.
Die Einspeisevergütung
Hier handelt es sich um indirekte Photovoltaik Fördermittel, die gezahlt werden, wenn der Besitzer einer Solaranlage den produzierten Strom ins öffentliche Netz einspeist. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist das deutsche EEG (Erneuerbare Energien Gesetz), das ähnliche Vergütungen, wenn auch in anderer Größenordnung und Staffelung, für weitere Formen ökologischer Energieerzeugung gewährt (Wind- und Wasserkraft, Biogas, Erdwärme). Das Gesetz wurde zum Klimaschutz erlassen, sämtliche internationalen Nachahmer verfolgen die gleiche Intention, in Deutschland hat es darüber hinaus zu einem ungeheuren Technologieschub geführt. Denn erst, nachdem durch die gesicherten staatlichen Photovoltaik Fördermittel ein rentables Betreiben der entsprechenden Anlagen möglich war, wurden die nötigen Komponenten in so großen Stückzahlen produziert und daran auch geforscht, dass sich die Technologie bis zur gegenwärtigen Effizienz entwickeln konnte. Deutschland ist inzwischen Technologieführer auf diesem Sektor und baut seinen Vorsprung aus, zuletzt im Jahr 2011 durch die Einführung von hybriden Anlagen, die Photovoltaik mit Solarthermie koppeln.
Folgende Einspeisevergütungen werden im Jahr 2011 gewährt:
- für Anlagen bis 30 kWp (Kilowattpeak): 28,74 Cent / Kilowattstunde
- für Anlagen bis 100 kWp: 27,36 Cent / Kilowattstunde
- für Anlagen bis 1 MWp: 25,87 Cent / Kilowattstunde
- für Anlagen ab 1 MWp: 21,57 Cent / Kilowattstunde
Photovoltaik Fördermittel für den Eigenverbrauch
Seit dem Jahr 2009 gibt es diese Photovoltaik Fördermittel, auch dies der technologischen Entwicklung geschuldet, da immer mehr Eigenheimbesitzer mit dem selbst produzierten Strom auch den eigenen Bedarf decken möchten und das unter anderem durch entsprechende Speichermöglichkeiten inzwischen realisiert werden kann. Da der Eigenverbrauch Strom aus dem öffentlichen Netz spart, wird er in Anlehnung an die Einspeisung ebenso durch Photovoltaik-Fördermittel subventioniert. Hierfür gibt es eine Vergütung von 22,76 Cent pro Kilowattstunde, was über dem durchschnittlichen Strompreis von etwa 15 - 20 Cent / Kilowattstunde liegt. Damit will man den Eigenverbrauch stärken.
Kredite als Photovoltaik Fördermittel
Wer eine Anlage errichtet, erhält dafür zinsvergünstigte Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Konditionen liegen weit unter den marktüblichen Zinsen, als Sicherheit genügt die Abtretung der Einspeisevergütung (bei Investitionen bis etwa 50.000 Euro). Zu beantragen sind die Kredite für Privatpersonen unter den Programmnummern 270 und 274 der KfW, der Zins beträgt im September 2011 ab 2,07 Prozent. Er ändert sich gelegentlich mit den Marktzinsen.


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