Wer in diesen Tagen die Medien verfolgt, der bekommt den Eindruck, dass die Medien in einem Wettbewerb der besonderen Art stehen. Alle schreiben über Euro-Schuldenkrise, Rezession in den USA, Bankenkrise usw. Allein heute hat die Süddeutsche Zeitung diesem Thema eine ganze Seite gewidmet. Ich habe die Beiträge aufmerksam durchgelesen und war erstaunt: die Aussagen wiederholen sich immer wieder. Mir scheint, als ob so lange von der Krise gesprochen, geschrieben und gesendet wird, bis wir alle glauben, dass die Krise wirklich da ist.
Gegenüber dieser Krise tritt die Krise am Horn von Afrika langsam in den Hintergrund. Dabei ist das die eigentliche Tragödie. Menschen sterben, weil sie nichts zu essen haben, während im reichen Westen Tonnen von Lebensmitteln vernichtet werden. Diese Lebensmittel würden locker ausreichen, um alle Hungernden am Horn von Afrika ausreichend zu ernähren.
Während also am Horn von Afrika die Menschen um das nackte Überleben kämpfen, wird in den reichen Ländern des Westens an den Börsen spekuliert. Für mich ist das unbegreiflich. Ich habe dafür kein Verständnis. Wo liegen denn unsere Prioritäten? Mir scheint, dass Geld und Gold heute mehr wiegt als Menschenleben. Wir sind arm geworden, arm an Liebe und Barmherzigkeit. Ich weine über diese Welt.


Ihre Artikel auf
Alles über uns!
Suche
Navigation
Rubriken 





Informationen
Bewertung: Für diesen Artikel wurde noch keine Bewertung abgegeben
Besucher: 329
Artikel bewerten:






Kommentare