Wie das unabhängige Verbraucherportal Verivox herausfand, haben sich bereits 33 Prozent von 2246 Befragten für einen Ökostromtarif entschieden. Die Gründe dafür sind fast einstimmig, denn fast alle Teilnehmer möchten etwas für die Umwelt tun und einen Einfluss auf die Entwicklung des Energiemarktes nehmen. Ein weiterer Grund, der die Entscheidung zu einem Anbieterwechsel beeinflussen sollte, sind die Tarife an sich. Wo viele Menschen die Befürchtung haben, für Ökostrom mehr bezahlen zu müssen, zeigt der Markt etwas ganz anderes, nämlich Tarife, die im Vergleich zu denen der Grundversorger sogar günstiger sind. So lassen sie schnell jährlich einige Euros sparen und gleichzeitig entsteht ein positiver Einfluss auf die Umwelt.
Immer mehr Ökostrom Anbieter
Neben den Ökostrompionieren wie Lichblick oder Naturstrom bieten immer mehr Stadtwerke, auch in Kooperation wie beispielsweise beim Anbieter strasserauf, einem Kooperationsunternehmen der Stadtwerke Duisburg, der Dortmunder DEW21, der Energieversorgung Oberhausen und der Energieversorgung Nordeifel Ökostrom an. Auch die großen Konzerne haben die attraktiven Ökostromtarife für sich entdeckt. Der zum EnBW gehörende Anbieter Yello Strom (Infos zu Yello Strom) bietet zwar selbst keinen Ökostromtarif an. Seit kurzem kann man Solaranlagen inklusive intelligentem Sparzähler von Yello Strom beziehen. Der RWE Konzern bietet über seine Discount-Tochter eprimo (Infos zu eprimo) Ökostrom bundesweit an.
Die Entscheidung für Ökogas
Auch die Belieferung mit Gas ist in einer ökologischen Form möglich. Hierbei gibt es jedoch unterschiedliche Varianten. Einige Gastarife bestehen tatsächlich zu einem Teil aus Biogas, welches beispielsweise aus der Vergärung von tierischem oder pflanzlichem Material gewonnen wird. Viele Gasversorger greifen hier auf die im Versorgungsgebiet ansässigen Landwirte zurück, leider kommt es hier aber auch zu Erzeugnissen aus der Massentierhaltung oder chemischer Industrieprozesse. Bevor man sich also für die Belieferung mit einem Biogasanteil entscheidet, sollte man sich genauesten über die Herkunft informieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Zuschlag auf den Gastarif zu zahlen, wodurch die CO2-Neutralität gewährleistet wird. Mit dem Zuschlag werden Klimaprojekte unterstützt, die die CO2-Belastung durch den Gasverbrauch ausgleichen sollen, aber auch ein Kauf von Emissionszertifikaten ist möglich, wodurch ebenfalls Klimaschutzprojekte unterstützt werden.
Sparen und der Umwelt helfen
Verbraucher, die sich für einen Kombitarif aus Ökostrom und Ökogas entscheiden, können oft von Vergünstigungen im Bereich des Grundpreises profitieren. Unter den Befragten des Verivox Verbraucherportals haben sich bereits 20 Prozent für den Abschluss beider Tarife entschieden. Im Allgemeinen zeigt sich, dass Verbraucher für den Umweltschutz nicht mehr zahlen müssen, sondern sogar von günstigeren Tarifen profitieren können.


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