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Umwelt | 24.03.2010 18:57  Drucker

Die Direttissima - Lohnt sich Photovoltaik künftig noch?


Horb a.N., 24. März 2010. Es gibt für die Menschheit bis dato nur einen Energielieferanten: die Sonne. Die Umwege mögen noch so verschlungen sein und Jahrmillionen in Anspruch nehmen: Alle Energie, die wir auf der Erde zur Verfügung haben, kommt letztlich von der Sonne. Der direkteste Weg, diese Energie nutzbar zu machen, ist Photovoltaik. Ein provokatives Plädoyer von Artur Deger, Geschäftsführer von DEGERenergie.

Die Direttissima - Lohnt sich Photovoltaik künftig noch?

„Lohnt sich Photovoltaik künftig noch? Kaum eine Frage eignet sich so gut für eine unhöfliche Antwort wie diese: Die Frage geht am eigentlichen Thema vorbei. Denn: Es geht nicht darum, ob sich Photovoltaik künftig noch lohnt, weil die variablen Rahmenbedingungen nach allem, was wir heute wissen, für eine schlüssige Antwort keine Rolle spielen. Ob der Staat die Photovoltaik subventioniert und wenn ja, in welcher Höhe, ist für eine langfristige Betrachtung des Themas unerheblich. Ebenso unerheblich sind nach heutigem Wissenstand Fragen nach technischen Gegebenheiten und Grenzen, nach Einsatzregionen, Umwelteinflüssen und sonstigen Rahmenbedingungen.

 

Unerheblich sind diese Aspekte zum einen, weil wir von einem direkt nutzbaren Energiepotenzial reden, das den Bedarf der Menschheit um Dimensionen übersteigt. Zum anderen, weil die noch junge PV-Technologie schon heute in der Lage ist, den kompletten globalen Energiebedarf zu decken. Vom verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt ganz zu schweigen.

 

Die Frage ist: Wie setzen wir PV effizient ein?

 

Kurz: Die Frage ist nicht, ob sich Photovoltaik künftig noch lohnt, sondern wie wir die PV-gestützte Energiegewinnung so effizient wie möglich machen.

 

Die Betrachtung alternativer Wege zur Energiegewinnung ist bekanntlich politisch und weltanschaulich hoch belastet. An einigen Fakten jedoch kommt niemand vorbei, der sich diesem Thema seriös widmet:

 

- Die fossilen Energieträger sind endlich. Ob wir hierbei über Jahrzehnte reden oder über 200 Jahre, spielt eine eher untergeordnete Rolle.

 

- Der Energiehunger der Menschheit steigt in absehbarer Zeit weiter dramatisch an.

 

- Fossile Energieträger werden immer teurer, weil sie immer knapper werden und das Erschließen neuer Quellen immer mehr Aufwand erfordert. Wir alle wissen um die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt – ein deutliches Zeichen für den sich abzeichnenden Engpass.

 

- Die Nutzung fossiler Energieträger hat nach heutigem Stand von Technik und Wissen deutlich mehr global wirkende Nachteile als die Nutzung erneuerbarer Energien.

 

- Die Energie, die uns durch die tägliche Sonneneinstrahlung direkt in unserem Lebensumfeld erreicht, ist nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich.

 

- Photovoltaik – und gegebenenfalls noch Photothermik – sind die direktesten Wege, Sonnenenergie zu nutzen. Denn sie wandeln Sonnenstrahlen direkt und sofort in Strom oder nutzbare Wärmeenergie um.

 

- Die systematische und industrielle Nutzung erneuerbarer Energien steht erst am Anfang. Nimmt man alle technologischen Entwicklungen der vergangenen zwei Jahrhunderte zum Maßstab, wird sich die Technologie und damit die Effizienz in den kommenden Jahren dramatisch weiter entwickeln.

 

Dass das Angebot an erneuerbaren Energien generell in der Lage ist, den globalen Bedarf zu decken, steht außer Frage. So rechnen etwa Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, renommierter Wissenschaftler und Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima Umwelt Energie, und seine Kollegen Ole Langniß und Joachim Nitsch vor, dass der weltweite Bedarf schon mit den heute verfügbaren Techniken fast sechsfach durch regenerative Energiequellen gedeckt werden kann.

 

Wir sitzen direkt an der Quelle

 

Vom Potenzial ganz zu schweigen – und auch das spricht deutlich für die Photovoltaik:

 

- Das Gesamtangebot an Energie durch Wasserkraft – ungeachtet seiner Nutzbarkeit nach dem heutigen Stand der Technik – kann den Gesamtbedarf der Menschheit etwa eins zu eins decken.

 

- In den Meeren steckt doppelt so viel theoretisch nutzbare Energie als wir nach aktuellem Stand benötigen.

 

- Die Erdwärme bietet uns etwa das Fünffache des globalen Energiebedarfs – hier sei allerdings auf das Risiko hingewiesen, das offenbar mit Geothermie-Bohrungen verbunden ist.

 

- Über Biomasse lässt sich der globale Energiebedarf zwanzigfach decken.

 

- Das Angebot an Windenergie übersteigt den gesamten Bedarf der Menschheit sogar um das Zweihundertfache.

 

- In eine gänzlich andere Dimension stößt die Solarstrahlung vor: Deren gesamtes Angebot übersteigt den Bedarf nach den Berechnungen der Experten um das 2.850-Fache. Bemerkenswert dabei: Schon nach heutigem Stand der Technik liegt das konkret nutzbare Angebot knapp vier Mal so hoch wie der gesamte Energiebedarf der Menschheit.

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 Informationen

Quelle: DEGERenergie.com
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