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Wirtschaft | 15.03.2010 15:30  Drucker

Nürnberger Resolution: „Frauen tun der deutschen Wirtschaft gut!“


Regionalgruppe Marburg unterstützt Forderung nach Frauenquote für deutsche Aufsichtsräte

 

15. März 2010. In Deutschland sind Frauen in Führungspositionen nach wie vor die Ausnahme. Damit sich das ändert, wurde die Nürnberger Resolution ins Leben gerufen. Ziel der bundesweiten Initiative: die paritätische Gleichstellung der Geschlechter in deutschen Aufsichtsräten. Marburg unterstützt die Resolution mit einer Regionalgruppe. Für ein Treffen mit Berliner Spitzenpolitikern werden nun verstärkt Unterschriften gesammelt.

Regionalgruppe Marburg unterstützt Forderung nach Frauenquote für deutsche Aufsichtsräte

 

15. März 2010. In Deutschland sind Frauen in Führungspositionen nach wie vor die Ausnahme. Damit sich das ändert, wurde die Nürnberger Resolution ins Leben gerufen. Ziel der bundesweiten Initiative: die paritätische Gleichstellung der Geschlechter in deutschen Aufsichtsräten. Marburg unterstützt die Resolution mit einer Regionalgruppe. Für ein Treffen mit Berliner Spitzenpolitikern werden nun verstärkt Unterschriften gesammelt.

 

Zahlreiche Untersuchungen belegen: Firmen, in denen sowohl Männer als auch Frauen Führungsverantwortung haben, arbeiten effektiver und erwirtschaften höhere Gewinne. „Mehr Frauen in Aufsichtsräten und Führungspositionen tun also deutschen Unternehmen gut!“ erklärt die Marburger Unternehmerin Dr. Karin Uphoff. Der Resolution läge daher nicht nur der Gleichstellungsgedanke zugrunde. „Wir sehen in unserer Arbeit vor allem auch einen Beitrag zur Stärkung der regionalen und gesamtdeutschen Wirtschaft“, ergänzt Christa Winter, Leiterin des Gleichberechtigungsreferates der Universitätsstadt, die gemeinsam mit Dr. Uphoff die Aktivitäten der Regionalgruppe Marburg der Nürnberger Resolution koordiniert.

 

Treffen mit Spitzenpolitikern in Berlin

In ganz Deutschland gibt es inzwischen Regionalgruppen, so zum Beispiel in Hamburg, Bremen, Aachen, Stuttgart und München. Immer wieder vernetzen sich die einzelnen Gruppen der Nürnberger Resolution auch für bundesweite Aktionen. So wird Dr. Karin Uphoff am 21. April gemeinsam mit einer Gruppe von aktiven Frauen aus ganz Deutschland nach Berlin fahren. Dort treffen sie sich mit führenden Politikerinnen und Politikern, um über die konkrete Umsetzung der Nürnberger Resolution zu diskutieren. Geplant sind dabei unter anderem Gespräche im Bundesfamilienministerium sowie mit führenden Vertretern der Bundestagsfraktionen.

Mit im Gepäck nach Berlin: die Unterschriften der Marburgerinnen und Marburger. Diese werden dann in der Hauptstadt an die Gesprächspartner überreicht. „So haben wir eine starke Verhandlungsgrundlage“, erklärt Dr. Karin Uphoff die Aktion.

 

Gemischte Teams zum Nutzen der Wirtschaft

Die bundesweite Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften bis 2013 mindestens zu 40 Prozent jeweils mit Frauen und Männern zu besetzen. Wie in Norwegen sollen diese Zahlen auch in Deutschland durch die gesetzliche Verankerung einer entsprechenden Quote erreicht werden. Dass die Forderung nach einer Quote nicht überall auf Gegenliebe stößt, kann Dr. Karin Uphoff zwar nachvollziehen. „Bisher ist es jedoch zu sehr unter dem Aspekt „Frauenthema“ betrachtet worden. Nachdem nun verschiedenste Studien den ökonomischen Vorteil der gemischten Teams deutlich gemacht haben, zeigen sich Unternehmen und Politiker sehr interessiert – denn sie sehen den klaren Nutzen für die Wirtschaft“, so Uphoff.

Neben der gesetzlich verankerten Quote sollen außerdem Qualitätsstandards für die Tätigkeit in Aufsichtsräten festgelegt werden. Auf diese Weise soll transparenter werden, welche Anforderungen an Tätigkeiten auf Führungsebene und in Aufsichtsräten gestellt werden. Dem Vorwurf, es gäbe nicht genug Frauen für die Besetzung von Führungspositionen, wollen die Initiatoren der Nürnberger Resolution mit dem Aufbau einer zentralen Datenbank entgegentreten. In diese Datenbank werden sich zukünftig sowohl Frauen als auch Männer eintragen können.

 

Regionalgruppe sammelt Marburger Unterschriften

In Marburg gehört zum Beispiel Oberbürgermeister Egon Vaupel zu den prominenten Befürwortern der Nürnberger Resolution. Auch viele weitere haben die Resolution schon unterschrieben. „Bis April – und darüber hinaus sollen noch viele weitere Unterschriften hinzukommen“, so Christa Winter und hofft auf die Unterstützung der Marburgerinnen und Marburger. Um die Nürnberger Resolution in der Region noch bekannter zu machen, sind außerdem weitere Aktionen geplant.

 

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 Informationen

Quelle: uphoff-pr.de
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