Wenn Prof. Dr. Wolfgang Heckl neugierigen jungen Geistern erklärt, was unter‚Nanotechnologie’ zu verstehen ist, arbeitet er mit Elementen, die seinen Zuhörern noch sehr vertraut sein dürften. Kaum ein Kinderzimmer, in dem die teils winzigen bunten Steine keine Rolle gespielt hätten. So wirft der Generaldirektor des Deutschen Museums München seine Anker in vertrautem Terrain, um dann Schritt für Schritt in verständlichen Worten zum komplizierteren Bereich der Materie vorzustoßen. Wer beim Ausloten der Naturgeheimnisse mit so viel Gespür für die Welt des Gegenübers vorgeht, empfiehlt sich für eine Aufgabe innerhalb der neuen „TUM School of Education“ in München. Nur folgerichtig, wenn Prof. Heckl – wie jetzt bekannt wurde - den Lehrstuhl für Wissenschaftskommunikation übernimmt.

Hochtheoretische Fragen herunterbrechen auf die Erkenntnis- und Erlebniswelt der jeweiligen Rezipienten - diesem Anspruch wird der Münchner Wissenschaftler zum Beispiel in seinen Video-Erläuterungen für ein neues Internet-Lexikon gerecht, in dem Experten ganz unterschiedlicher Bereiche Stichworte aus ihrem Fachgebiet erläutern. Wenn Heckl von ‚seiner’ Wissenschaft, der Nanotechnologie, erzählt, spricht Begeisterung aus seinen Augen. Es gelingt ihm, den Zuhörer mitzunehmen in das Reich der winzigen Teilchen. Schuhcremes könne man mit dieser Technologie verbessern, Solarzellen und Autobatterien in Zukunft effizienter arbeiten lassen und sogar genügend sauberes Wasser für weite Teile unserer Erde bereitstellen, wenn es gelinge, dem Meerwasser über Nanomembranen das Salz zu entziehen. Sechseinhalb Minuten dauert die Mini-Vorlesung Heckls im Video, die unter der Internetadresse http://www.MediaVan.de/Lexikon (Rubrik ‚Naturwissenschaft und Technik’) abzurufen ist. So mancher Nachwuchsforscher wird es dabei nicht bewenden lassen und weiter zum Stichwort ‚Nanotechnologie’ recherchieren.


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