Göttingen, 06.10.2009: „Interkulturelle Öffnung“ – hinter diesem Konzept der Caritas steht das Ziel, ihr umfangreiches Angebot allen Menschen zugänglich zu machen, nicht nur unabhängig von sozialer, sondern auch kultureller Herkunft. Damit dies gelingen kann, brauchen die Mitarbeiter/innen interkulturelle Kompetenz.

In einer anderthalbjährigen Fachausbildung zum/zur „Trainer/in für interkulturelle Öffnung“ haben 15 Mitarbeitende aus Caritas-Fachdiensten für Integration und Migration diese Kompetenz erworben. IKUD Seminare führte vor Ort in Köln eine individuell für die Zielgruppe entwickelte Ausbildung durch. Die Inhalte waren neben den Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und Didaktik sowie den wichtigsten Kulturmodellen vor allem die konkrete Umsetzung in die Praxis. Wie man eine Maßnahme interkulturellen Trainings aufbaut, plant und umsetzt, haben die TeilnehmerInnen gelernt und auch direkt erfolgreich umgesetzt: Zahlreiche Projekte sind noch während der Laufzeit der Fachausbildung entstanden. Dabei ging es z. B. um die interkulturelle Ausrichtung von Familienzentren, Schulen und Kindertagesstätten. Erfolgreich wurden dabei intern Mitarbeiter/innen von den neu ausgebildeten Multiplikatoren geschult.
Am 16. September 2009 wurden im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln in einer feierlichen Stunde die Zertifikate an die 15 Teilnehmer/innen vom Leiter des Bereiches Integration und Rehabilitation des Diözesan-Caritasverbandes, Rainer Schumacher, vergeben. Gleichzeitig wurden die umgesetzten Projekte präsentiert. Die anwesenden Gäste, unter ihnen Teilnehmer aus den Führungsebenen der gesamten Caritas Nordrhein-Westfalen, waren von den spannenden und wirkungsvollen Projekten begeistert. In Zukunft können die ausgebildeten "Trainerinnen und Trainer für Interkulturelle Öffnung" Caritas-intern eigene Schulungsmaßnahmen durchführen und parallel im eigenen Handlungsumfeld interkulturell kompetent agieren.
Frau Heike Lammertz-Böhm, Bildungsreferentin des Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, kommentierte abschließend die Veranstaltung mit folgenden Worten: „Seit 2007 haben die Mitarbeitenden der landesgeförderten Integrationsagenturen in NRW den Auftrag, interkulturelle Öffnung zu initiieren und zu unterstützen. Durch Theorie und Praxis der Fortbildung wurden die Mitarbeitenden in die Lage versetzt, dies qualifiziert zu tun. Wir freuen uns, dass wir hier einen Schritt weiter gekommen sind!“


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