Reutlingen. Einen regelrechten „Run“ auf die Studienplätze erlebt derzeit die Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen. Um die insgesamt 106 Studienplätze im kommenden Wintersemester bewerben sich 870 Studieninteressierte. In einigen Studienfächer ist das Verhältnis zwischen der Zahl der Bewerber und der Studienplätze sogar 1 : 10. In allen Studienfächern gibt es mehr Bewerber als Plätze.
Besonders hoch sind die Bewerberzahlen für die beiden Bachelor-Studiengänge der Fakultät. Für die 40 Studienplätze der Wirtschaftsinformatik gibt es 391 Bewerber, für die 36 Plätze in Medien- und Kommunikationsinformatik sind es 375 Bewerber. Ein Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr, so Dekan Prof. Dr. Dietmar Bönke sind die Bewerberzahlen noch mal um 15 % gestiegen. Die hohe Zahl der Bewerber bestätigt den guten Ruf, den die Informatik in Reutlingen hat. „Der erste Platz im Hochschulranking hat uns sicher geholfen, aber es hat sich inzwischen auch jenseits der aktuellen Platzierungen im Ranking herumgesprochen, wie gut die Ausbildung bei uns ist“, so der Dekan der Fakultät.
Bemerkenswert sind die hohen Bewerberzahlen an der Fakultät Informatik auch vor dem Hintergrund einer Umfrage der Internetplattform „studieren.de“ Dort meldeten alleine in Baden-Württemberg noch 10 Informatik-Studiengänge freie, unbesetzte Plätze, für die es bisher noch keine Bewerber gibt.
Positiv auch die Bilanz der Fakultät für die Master-Studiengänge. Für die 15 Master Studienplätze in Wirtschaftsinformatik liegen 80 Bewerbungen vor und bei dem noch jungen Studiengang für Medien- und Kommunikationsinformatik übersteigt inzwischen die Bewerberzahl, die Zahl der offen Plätze. Hier kommen auf die 15 Plätze 24 Bewerber. Prodekan und Studiengangleiter Prof. Boris Terpinc sieht den Studiengang daher auf einen guten Weg. „Dass wir in nur fünf Jahren den Studiengang etabliert haben und eine so große Resonanz erreicht haben, vor allem bei den Bachelor-Studiengängen, zeigt, dass unser Studienangebot genau richtig ist.“
Die hohe Zahl der Bewerber erfordert aber auch Überstunden bei den Auswahlkommissionen der Fakultät. Jede Bewerbung wird individuell geprüft. So entscheidet bei der Vergabe der Studienplätze nicht nur der Notendurchschnitt des Abiturs oder des vorangegangenen Studiums, sondern auch der Gesamteindruck und die weiteren Qualifikationen der Bewerber. „Eine Arbeit, die Zeit erfordert und von uns sehr gewissenhaft gemacht wird“, so Andre Backe, Mitarbeiter in der Auswahlkommission bei den Wirtschaftsinformatikern. „Schließlich entscheiden wir über den Lebensweg von jungen Menschen. Da macht man sich die Entscheidung nicht einfach“.


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